04.04.2015 / 5. Tag

Motto des Tages – der Weg ist das Ziel.
Von Karon aus gibt es zwei Möglichkeiten – nach Norden oder nach Süden. Wir haben uns erneut für die südliche Variante entschieden, der Ehrgeiz hat uns gepackt den avisierten Traumstrand doch noch zu finden.

Zunächst an der Küste entlang, wir mussten doch in Kata nachsehen, wie weit die Bergung des Seglers voran geschritten ist. Die Bergungskräfte hatten nun die geniale Idee mit einem Fischerboot (ähnlich einem Kutter) den Segler an einer Trosse freizuschleppen. Der Kutter lag fast mit dem Heck unter der Wasserkante, die Trosse strammte auch, von hinten schoben mehrere Urlauber den gestrandeten Kahn an aber dieser machte überhaupt keine Anstalten sich ins Freiwasser zu bewegen. Dieses Schauspiel wird sicherlich noch einige Zeit gehen.

Also zunächst weiter auf der Strasse in Richtung Süden. Fast am südlichen Zipfel der Insel in der Nähe der sehr einsamen Bucht Nai Harn Beach entdeckten wir die bunten Dächer eines Tempels, also hin. Beim Näherkommen sahen wir das rege Treiben in der Tempelanlage. Wir wurden Zeugen der (ich nenne es einfach mal so) Mönchseinsegnung. Wir konnten in Erfahrung bringen, dass an diesem Tag die Familien ihre Söhne in das Kloster brachten. Ca. 95% der thailändischen Bevölkerung haben den buddhistischen Glauben, dies bedeutet, dass jeder Buddhist einmal in seinem Leben für eine bestimmte Zeit in ein Kloster geht. Ein solcher Tag war nun heute. Die Kinder bekamen zunächst reinweisse Kleider, wurden von ihren Familien komplett rasiert (Kopf, Augenbrauen, etc.) und konnten im Kreis ihrer Familien ein letztes Mal zu sich nehmen. Die typisch orange Kleidung der Mönche lag bereit, wir hatten aber nicht die Zeit diese Zeremonie zu verfolgen.

Klara stand hoch und brannte gnadenlos auf unsere europäischen Körper. Wir haben uns entschlossen die nächste Bucht anzusteuern und eine Erfrischung im Meer zu nehmen. Gedacht getan, in Thailand kann direkt am Meer geparkt werden. Die Wunschbucht war gleich gefunden, ein Schattenplatz war frei, Klamotten runter und rein ins Wasser. Von Erfrischung aber war keine Spur, das Wasser hatte ca. 30 Grad.
Es gab da nur eine Entscheidung – so schnell wie es geht zurück ins Hotel und in das klimatisierte Zimmer verkriechen.

Auf dem Weg „nach Hause“ kamen wir am Kap „Laem Phromthep“ vorbei. Die Autos auf dem Parkplatz machten uns neugierig. Es stellte sich heraus, dass ich auch schon 2009 hier war. An diesem Ort befindet sich ein atemberaubender Blick über das gesamte Meer, weil es ein Kap ist kann hier sowohl der Sonnenaufgang als auch der Sonnenuntergang bewundert werden. In der Mittagshitze war der Platz aber leer, lediglich ein Leuchtturm und eine Ansammlung von abgestellten Elefanten in unterschiedlichen Größen waren zu sehen.

Der Abend im Hotel verlief ruhig, es ging etwas früher und Bett, denn am morgigen Tag stand Tauchen auf dem Programm.

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