06.04.2015 / 7. Tag

Der nächste Tauchtag – heute drei Tauchgänge – wohin es geht, wir wissen es noch nicht.

Der obligatorische (pünktliche) Transfer zum Hafen klappte gut, gleiches Boot – also gleiche Bedingungen wie am gestrigen Tag. An Bord waren heute 23 Taucher.
Die heutigen Tauchziele liegen alle in Richtung Phi Phi Island, also erneut eine relativ lange Anreise aber bei blauem Himmel, Sonne und einer Seebriese kein Problem. smiley

3. Tauchgang – Koh Don May

Wir sind ca. 60 Minuten gefahren, der Spot – ein Felsen in der See irgendwo zwischen Chalong und Phi Phi Island.
Ich sagte ja schon, dass 23 Taucher an Bord sind.
Alle sind wieder in Gruppen zeitgleich runter und haben sich unter Wasser an der Wand getroffen. Der Tauchplatz ist quasi der Unterwasserteil des Felsens.
Taucher über Taucher, Luftblasen über Luftblasen wie in einem Jakusi und dann noch alle in eine Richtung und das in einer Tiefe zwischen 14 und 17 m.
Kurzum – wie auf dem Bahnhof oder der Bananenschlange vor dem KONSUM.
Im Ergebnis – schlechte Sicht, viele Taucher und fast nichts gesehen.
Einige Notfotos habe ich gemacht – die Kamera musste ja ob der neuen Einstellungen getestet werden.

Dabei waren u.a. ein Geisterpfeifenfisch.


Nach einer Stunde ging`s raus aus dem Wasser und auf’s Boot.

Eintrag ins Logbuch: 54′ bei max. 21,2 m

4. Tauchgang – King Cruiser Wrack

Beim letzten Besuch im November 2013 ist mir der O-Ring weggeflogen, ich musste diesen Tauchgang deshalb auslassen.
Heute also ein neuer Versuch.

„Die Fähre ist am 4. Mai 1997 auf dem Weg von Phuket nach Phi Phi Island gesunken nachdem es auf das Anemonen Riff aufgelaufen ist und dann noch ca. 500m weiter fahren konnte, bevor es sich auf die Seite legte. Zum Glück sind keine Passagiere ums Leben gekommen da sich zu dieser Zeit schon einige Tauch und Fischerboote in der Umgebung befunden haben. Insgesamt waren 350 Leute an Bord und der größte Teil ist mit dem Schrecken davon gekommen.Heute zählt das King Cruiser Wrack zu einem der begehrtesten Tauchplätze von Phuket. Das 85m lange und 17m breite Wrack liegt auf einer Tiefe von 32m und und fängt bei 16m an. Es ist über die Jahre wunderschön mit Weichkorallen bewachsen und das zu hause vieler Meeresbewohner geworden. Um das Wrack gibt es Schulen von Barrakudas und Schnappern die eigentlich hier schon ansässig sind. Zahlreiche Rotfeuerfische und Skorpionfische hängen überall im Wrack rum, aber auch Lobster und andere Krebsarten wie der Fangschreckenkrebs sind hier keine Seltenheit. Kaiser, Doktor und Drückerfische sind nicht so gegenwärtig wie bei anderen Tauchplätzen dieser Region.“
Quelle: www.tauchen.net

Auch an diesem Tauchspot liegt bereits ein Tauchboot, unser Tauchguide wusste, dass an Bord dieses Bootes mindestens 45 Taucher waren.
Tolle Wurst, es ging also weiter mit der Massenabfertigung unter Wasser.

An der Leine ging’s runter – diesmal mit erhöhter Sicherheit, d.h. Ansage an den Guide bei einem Flaschendruck von 120 bar und Aufstieg bei 70 bar Flaschendruck.
Unter Wasser keine Sicht und viele Taucher. Das Wrack haben wir umrundet, die linke Schulter zum Wrack. Über’s ehemalige Deck ging es zurück zur Leine.
Nach 40 Minuten der Aufstieg und der Sicherheitsstop an der Leine.
Überall Flossen und Blasen – war das ätzend.
Irgendwann hatte ich die Nase voll und ich habe meinen Stop im Freiwasser beendet.
Raus, Klamotten aus und Mittag.

Eintrag ins Logbuch: 37′ bei max. 23,8 m

5. Tauchgang – Shark Point

…hört sich erst einmal gut an.
Von wegen Haie – manchmal sind sie da aber heute nicht.

Wie gehabt – 23 Taucher sprangen ins Wasser und tauchten gemeinsam ab. Gewusel war wieder vorprogrammiert.
Dazu hatten wir Vollmond, d.h. unten erwarte uns eine satte Strömung.
So war es auch – wir flogen über das Riffdach. Das zog sich bis and Ende des Tauchganges durch – irgendwie cool aber für Fotografen total bekloppt.

Um nicht ins Blauwasser zu fliegen, mussten wir uns irgendwann am Riff festhalten. Blöd nur, dass das alle Taucher gemacht haben und, na klar, nicht irgendwo am Riff, quasi Schulter an Schulter, nein – alle auf einer Stelle.
Der Lohn bei Einigen – die abgebrochenen Stachel der dort liegenden Seeigel in den Handflächen – Glückwunsch und gute Besserung.

Gesehen habe ich ein Seepferdchen (Akku alle) und eine Barracudaschule.

Nach ca. 60 Minuten war der Massenrummel beendet!

Eintrag ins Logbuch: 50′ bei max. 16,8m

FAZITTauchen in Thailand wird überbewertet, zwar gut organisiert aber Massenabfertigung und das bei stolzen Preisen.
Besser Tauchen kann man woanders!

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