Ägypten 2015 | 2. Tag

31.10.2015

Die „Breakerszeit“, eine Stunde später als die lokale Zeit, ließ uns früh (sehr früh) aufstehen. Fünf von neun haben es zumindestens geschafft.

Ein kleines Frühstück, Klamotten schnappen und los.

In der Basis war schon Betrieb. Wir hatten uns für eine Bootstagestour entschieden.

Die Boxen mit den Sachen kamen auf den Transporter und wir fuhren mit neun anderen Tauchern, vornehmlich Deutsche, in den kleinen Hafen der Soma Bay.

Die Sonne ließ das Wasser türkisfarben leuchten – ein Traum.

Das Boot, die Alian One, ausgelegt für 30 Taucher, war unser.

Platz genug für eine entspannte Tour.

Getaucht wurde mit Nitrox, was das Analysieren des Tanks notwendig machte. Mit einem Enylizer wird der Sauerstoffgehalt des Gasgemisches bestimmt, davon ist dann die maximale Tauchtiefe abhängig. Der Enylizer sitzt auf einem kleinen Plastestück, wird mit einer Öffnung an das Ventil gehalten, das Ventil wird leicht geöffnet und das Teil verrichtet sein Werk.

Wie beschrieben gemacht flog mir doch, bedingt durch den Flaschendruck, das obere Teil des Enylizers im hohen Bogen vom Formstück und landete gekonnt im Wasser. Elektronik und Wasser vertragen sich nicht. Die Guides schauten ersteinmal, mit einem Käscher wäre das Problem schnell behoben gewesen. Aber nein, einer ging erst auf das gegenüber liegende Boot, um auch von dort festzustellen, dass das Teil im Wasser schwimmt. Letztlich sprang ein Guide ins Wasser und konnte das Oberteil bergen, ob es noch funktioniert – ich weiß es nicht.

Die Bootsfahrt in Richtung Osten dauerte ca. 90 Minuten – Ziel war das Middle Reef.

2. Tauchgang / Middle Reef Easst

Es sollte ein Drifttauchgang werden – also reinspringen, treiben lassen und aufsammeln.

Gesagt getan, das Boot fuhr uns an die richtige Stelle, ähnlich wie die Fallschirmspringer sprangen wir nacheinander ins Wasser. Der Daumen ging nach unten und wir tauchten ab. Ich erinnerte mich an den alten Trick, Arme nach oben, dann ging es besser mit dem Absinken.

Auf ca. 12 m Tiefe dann das Riffdach, ein Korallengarten erwartete uns. Das Sonnenlicht von oben war für das Fotografieren perfekt.

Die ersten 20 Minuten flogen wir über das Riffdach, man brauchte sich nicht bewegen, die Strömung war der Antrieb. Irgendwann war das aber zu Ende, wir gingen etwas tiefer und unter einer Tischkoralle lag ein Blaupunktrochen, mein erstes Model für diesen Tag. Das Riff immer an der rechten Schulter konnten wir den Tauchgang genissen. Schon nach dem Sicherheitsstop auf 5 m tauchte eine Muräne über dem Kies im Freiwasser auf, das nächste Opfer für die Kamera.

Auftauchen nach ca. 1 Stunde bei 70 bar in der Flasche.

Eintrag im Logbuch: 55′ und 12,4 m

3. Tauchgang / Middle Reef East

….auch ein Drifttauchgang. Nun allerdings war das Riff nicht mehr so von der Sonne beschienen, so dass das Licht nicht so optimal war. In diesem Teil des Riffes hatten sich einige Weichkorallen versteckt, darunter auch Anemonen. Eine dieser Anemonen war mit Clownfischen besetzt. Junge tanzten in der Anemone umher und wurde von den Eltern bewacht. Ein Elternteil griff ständig meine Lampe an – gerade mal 5 cm groß und so aggressiv.

Am Ende des Tauchganges noch eine kleine Höhle, der Einstieg bei 9 m und der Ausgang bei 6 m.

Ich bin durch, wie schon gesagt, das Fotolicht war nicht so optimal.

Nach der Höhle lag noch eine Schnecke im Sand, endlich frei Sicht für mich und hoffentlich gestochen scharfe Fotos von diesem Tier.

Auch bei diesem Tauchgang war nach 1 Stunde Schluss.

Eintrag im Logbuch: 54′ und 23,0 m

Der Abend in trauter Runde bei Gin Tonic.

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