2. Tag / 17.11.2013

Das Taucherleben ist nicht immer mit Urlaub im wörtlichen Sinne zu verbinden.

06.00 Uhr war wecken, Frühstück gegen 07.00 Uhr, Abholen mit dem Kleinbus gegen 07.30 Uhr.

Im Hafen von Ao Nang erwartete uns Chantale, das alleinige Schleppen der Klamotten auf das für 11 Taucher viel zu kleine Speedboot, passte zu Ihrem Kommandoton. Aber Sie ist als Tauchguide noch unerfahren und so gesetzte Herren wie uns muss man ja klare Anweisungen geben.

Mit Karacho legten wir die Strecke nach Phi Phi in ca. 40 Minuten zurück, nur mal so nebenbei, die Fähre von Ao Nang braucht ungefähr 2 Stunden. Staunend, ob der Brutalität des Kaptains und auch den Platzverhältnissen geschuldet haben wir uns unter Stress angeröddelt.

Und dann endlich – der Sprung in den Indic.

Erste, kleine technische Probleme waren „schnell“ behoben, und der Daumen von unserem Kommandeur Chantale zeigte nach unten. Luft raus und runter ging’s in die „WALE SHARK WALL“, Luft rein bei 12 m und alle sind da.

Chantale hat das ganze Repertoire der taucherischen Zeichensprache abgefragt und mit der Wand an der linken Schulter nahmen wir den Spot „Wal Shark“ unter die Flossen.

Es hatte den Eindruck, dass irgendwo der Bus wartet, schnell, zügig und kein Halt. Musste aber auch nicht sein, denn es gab nichts zu sehen.

So ca. 30 Minuten später signalisierte Christian den Verlust seiner GoPro (für den geneigten Nichttaucher – hier handelt es sich um eine Unterwasserkamera ). Kommentar überflüssig! Lediglich zwei Fakten bleiben – beim nächsten Mal Anbinden und ich wurde als Rekordhalter (ich hatte auch schon den Verlust einer Kamera im Jahr 2007 irgendwo in den Weiten des indischen Ozeans bei Kenia zu beklagen) abgelöst.

Eintrag ins Logbuch: 43′ in max. 17,2 m

Der zweite Tauchgang des Tages „MAYA NUI NORTH“

Was soll man sagen, vielleicht so – Sicht 20 Meter und ähnlich wie der Ostseegrund.

Gefährlich allemal, denn rechts neben mir schlug ein Anker ein, na ja der Abstand betrug schon noch 4 Meter.

Mit einem Mal – Aufregung, 11 (gezählte) Weißspitzenriffhai pflügten durch’s Wasser. Ich denke ich übertreibe nicht, wenn ich ca. 1,5 m Länge schätze. Kamera in Anschlag und los, herausgekommen sind ca. 20 Sekunden brauchbares Haimaterial in HD-Qualität.

Sicherheitsstop und raus!

Eintrag ins Logbuch: 47′ in max. 14,7 m

Ruhiger abendlicher Ausklang des Tages beim thailändischen Lichterfest (Motto: Wer eine Laterne steigen lässt, kann sich etwas wünschen) und wirklich nur einen (dafür aber gut gemischten) GinTonic.

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